Korrosionsschutz für Behälter und Rohrleitungen: Medium, System, Prüfung
Abwasserkanäle, Industriebehälter, Prozessrohrleitungen — jede dieser Anlagen führt ein anderes Medium: Abwässer mit Schwefelwasserstoff (H₂S), Säuren (pH unter 3), Laugen, organische Lösemittel, Kraftstoffe oder Salzlösungen. Was sie gemeinsam haben: Sie greifen ungeschützte Stahl- und Betonoberflächen dauerhaft an. Korrosion, Wanddickenreduktion und Undichtigkeiten sind die frühen Symptome; Havarien mit Umweltschäden das mögliche Ende.
Eine Innenbeschichtung schafft eine chemisch beständige Barriere zwischen dem aggressiven Medium und der Tragkonstruktion. Welches System zum Einsatz kommt — Epoxidharz, Polyurethan, Vinylester, Novolak-Epoxid oder Zement-Mörtel — hängt vom konkreten Medium, seinem pH-Wert, der Temperatur, dem Betriebsdruck und den statischen Anforderungen ab. Wer das falsche System wählt, hat nach wenigen Jahren denselben Schaden wie vorher.
F+G verfügt über langjährige Erfahrung mit der Innenbeschichtung von Abwasserkanälen, Industriepufferbehältern, Chemikalienbehältern und Rohrleitungen unterschiedlichster Dimensionen — vom DN 300-Kanal bis zum Großbehälter mehrerer tausend Kubikmeter.
Wann muss eine Innenbeschichtung erneuert oder erstmalig aufgebracht werden?
Neben der präventiven Erstbeschichtung gibt es eine Reihe von Situationen, in denen Handlungsbedarf besteht:
Korrosionsdurchbrüche und Wanddickenreduktion
Ultraschallmessungen zeigen Wanddickenverluste — ein frühes Warnsignal, das vor der ersten Leckage reagiert werden sollte.
Undichtigkeiten und Leckagen
Austretende Medien zeigen versagte Beschichtung oder durchgerostete Wandbereiche an — sofortiger Handlungsbedarf.
Geruchsprobleme in Kanalnetzen
H₂S-Entwicklung aus ungeschütztem Beton oder Stahl ist ein Zeichen fortgeschrittener Korrosion — und ein Arbeitsschutzrisiko.
Ablauf von Beschichtungsintervallen
Herstellerseitige Wartungsintervalle sind ausgelaufen — präventive Erneuerung ist deutlich kostengünstiger als eine Havariebehebung.
Unklarer Zustand? Wir kommen vor Ort, bewerten die Anlage und empfehlen das wirtschaftlich sinnvollste Vorgehen.
Zustandsanalyse anfragenUnser Leistungsumfang
Reinigung und Untergrundprüfung
Hochdruck- oder Sandstrahlreinigung, Messung der Wanddicke, Prüfung der Haftfestigkeit bestehender Beschichtungsreste.
Oberflächenvorbehandlung bis Sa 2½
Vollständige Freilegung blanken Metalls oder Betons als Basis für optimale Beschichtungshaftung.
Grundierung / Primer
Haftvermittelndes System, abgestimmt auf Untergrund und Deckbeschichtung – verhindert Osmoseblasenbildung.
Deckbeschichtung(en)
Medienbeständiges Schichtsystem in der erforderlichen Schichtdicke – Epoxidharz, PU, Vinylester oder Zementmörtel je nach Beanspruchung.
Porositätsprüfung (Holiday-Test / Fehlstellenprüfung)
Elektrische Prüfung auf Fehlstellen in der Beschichtung nach DIN EN ISO 29601: Selbst kleinste Poren leiten Strom — sie werden sichtbar und müssen vor der Freigabe geschlossen sein. Bei druckführenden und medienführenden Systemen ist dies eine 100%-Prüfung.
Dokumentation und Übergabe
Schichtdickenmessprotokoll, Haftfestigkeitsnachweis, Materialzertifikate und vollständiges Übergabeprotokoll.
Was F+G konkret garantiert
Systemauswahl nach Medium
Abwasser mit H₂S, Säuren, Laugen, Kraftstoffe, Salzlösungen — das passende System wird nach den tatsächlichen Medienparametern ausgewählt, nicht nach Lagerware.
Vollständig geprüft vor Übergabe
Holiday-Test, Schichtdickenmessung, Haftfestigkeitsprüfung — keine Anlage wird übergeben, bevor alle Prüfwerte dokumentiert sind.
Standzeiten von 10 bis 20 Jahren
Richtig ausgeführte Innenbeschichtungen sind langlebig — abhängig von Medium, Betriebsdruck und Inspektion. F+G dokumentiert alle Parameter als Grundlage für die Gewährleistung.
Vom Erstgespräch bis zur Freigabe
Inspektion & Medienparameter klären
Vor-Ort-Inspektion, Abfrage aller relevanten Medienparameter (pH, Temperatur, Druck) und Festlegung des geeigneten Systems.
Angebot mit Systemangabe innerhalb von 24h
Produktangaben, Schichtdicken, verbindlicher Preis — alles was Sie brauchen, um intern eine Entscheidung zu treffen.
Ausführung, Prüfung & Übergabe
Beschichtung durch qualifizierte Fachkräfte, Holiday-Test, Schichtdickenmessung und vollständiges Übergabeprotokoll.
Häufige Fragen
Welche Beschichtungssysteme kommen für aggressive Medien in Frage?
Für stark saure Medien (pH < 3) oder organische Lösemittel werden Vinylester- oder Novolak-Epoxidsysteme eingesetzt. Für Abwasser und milde Säuren eignen sich Standard-Epoxidharz-Systeme. Für alkalische Medien werden oft zementgebundene Systeme bevorzugt. F+G wählt das System immer auf Basis der tatsächlichen Medienparameter aus.
Wie wird die Dichtheit der Beschichtung geprüft?
Mit dem Holiday-Test (Fehlstellenprüfung nach DIN EN ISO 29601) wird die elektrische Leitfähigkeit durch Fehlstellen in der Beschichtung gemessen. Je nach Schichtdicke und Anforderungen wird die Spannung zwischen 67,5 V und mehreren kV angelegt. F+G führt diese Prüfung standardmäßig bei allen druckführenden und medienführenden Beschichtungen durch.
Wie lange muss die Anlage außer Betrieb bleiben?
Die Ausfallzeit hängt von Behältergröße, Schichtsystem und Aushärtezeiten ab. Epoxidharz-Systeme sind typischerweise nach 24–48 Stunden wiederbefüllbar; lösemittelfreie Systeme oft schneller. F+G plant die Arbeiten mit minimaler Stillstandszeit – auf Wunsch auch im Schichtbetrieb oder am Wochenende.
Gilt eine Gewährleistung auf die Beschichtung?
F+G gibt auf alle ausgeführten Beschichtungsarbeiten die gesetzliche Gewährleistung. Bei normsauberer Ausführung und bestimmungsgemäßem Betrieb sind Standzeiten von 10–15 Jahren und länger üblich. Die lückenlose Dokumentation aller Arbeitsschritte ist Basis für eine einwandfreie Gewährleistungsgrundlage.