Wie Fettsäuren aus Gärfutter Ihren Futtertisch zerstören
Der Futtertisch ist eine der am stärksten säurebelasteten Flächen im Stall. Mais- und Grassilagen sowie andere fermentierte Futtermittel enthalten kurzkettigen Fettsäuren: Essigsäure (typischerweise 1–3 % im Gärfutter) und Buttersäure (0,2–0,8 %) entstehen beim Silierungsprozess. Beide haben pH-Werte unter 4,5 und greifen ungeschützten Beton dauerhaft an — Calciumhydroxid aus der Betonmatrix wird herausgelöst, die Oberfläche wird zunehmend rauer und porös. Futterreste setzen sich in den entstehenden Riefen fest, verderben dort und werden von den Tieren gemieden.
Eine rauhe Futtertischoberfläche ist nicht nur ein Hygieneproblem — sie kostet messbar Futter: Kühe sind scheu und fressen weniger, wenn die Fläche uneben und verschmutzt ist. Das Tierschutzgesetz und Cross-Compliance-Anforderungen der EU-Agrarpolitik setzen hygienische, glatte Futtertischflächen zunehmend voraus. Eine säurebeständige Futtertischbeschichtung versiegelt die Poren, stoppt den Säureangriff und schafft eine glatte, leicht zu reinigende Oberfläche — haltbar für viele Fütterungssaisons.
Wann ist eine Futtertischsanierung nötig?
Rauer, ausgefressener Betonuntergrund
Sichtbare Absplitterungen und ein raues Erscheinungsbild des Futtertischs – optimaler Zeitpunkt für eine Beschichtung.
Futterreste backen am Beton fest
Schwer zu reinigender Futtertisch kostet Zeit und Reinigungsmittel – glatte Beschichtung spart beides.
Tiere nehmen Futter schlechter auf
Essigsäure und Buttersäure aus dem Gärfutter sammeln sich in Riefen — Futter verdirbt dort schneller und wird von Tieren gemieden, die Futteraufnahme sinkt spürbar.
Tierschutzkontrolle oder EU-Audit steht bevor
Hygienebeanstandungen wegen rauer Futtertischoberflächen können zu Auflagen führen – präventive Sanierung vermeidet Stress.
Fragen? Wir beraten Sie kostenfrei — und ohne Verpflichtung.
Jetzt anfragenUnser Leistungsumfang
Untergrundvorbereitung
Fräsen oder Hochdruckreinigung des Betonuntergrunds – Entfernung loser Partikel und Verschmutzungen.
Rissbehandlung und Reprofilierung
Schließen von Rissen und Ausgleich von Absplitterungen mit geeigneten säurebeständigen Ausgleichsmörteln.
Grundierung
Kapillar-versiegelnde Grundierung für optimale Haftung der Deckbeschichtung.
Säurebeständige Deckbeschichtung
Epoxidharz- oder PU-Beschichtungssystem, beständig gegen organische Fettsäuren, pH 2–4,5 – für Futtertische optimal ausgewählt.
Fugenabdichtung
Abdichtung von Dehnungsfugen und Wandanschlüssen mit dauerflexiblen Fugenmassen.
Dokumentation
Übergabeprotokoll mit Materialzertifikaten und Schichtdickennachweis.
Ihre Vorteile
Fettsäurebeständig
Beständig gegen Silage-Säuren, Essigsäure, Buttersäure und organische Fettsäuren — kein Ausfressen des Betons mehr.
Leicht reinigbar
Glatte Oberfläche – Futterreste gleiten ab statt einzubacken. Reinigungsaufwand und -mittelverbrauch sinken.
Tierwohl und Futteraufnahme
Glatte, hygienische Futtertischflächen fördern die Futteraufnahme und erfüllen Tierschutz- sowie Cross-Compliance-Anforderungen — weniger Futterabgang, bessere Herdenleistung.
Unser Ablauf
Fettsäureschaden einschätzen
Vor-Ort-Besichtigung des Futtertischs: Risstiefe, Rauigkeitsgrad, Feuchtemessung — wir beurteilen, ob eine Teilreparatur oder Vollbeschichtung wirtschaftlicher ist.
Verbindliches Angebot in 24 h
Klares Angebot mit Systemangabe, Schichtdicken und Terminplan — Arbeiten werden nach der abendlichen Fütterung aufgenommen.
Bis zur nächsten Fütterung fertig
Beschichtungsarbeiten zwischen zwei Fütterungen, typischerweise über Nacht — vollständige Dokumentation mit Materialzertifikaten nach Abschluss.
Häufige Fragen
Wie lange ist der Futtertisch nach der Beschichtung außer Betrieb?
Epoxidharz-Beschichtungen sind typischerweise nach 24–48 Stunden begehbar und fütterungstauglich. F+G plant die Arbeiten so, dass der Futtertisch nur minimal außer Betrieb ist – typischerweise nach der abendlichen Fütterung aufgetragen und zum nächsten Morgen nutzbar.
Wie lange hält eine Futtertischbeschichtung?
Bei richtiger Ausführung und normaler Beanspruchung sind Standzeiten von 8–15 Jahren realistisch. Die Lebensdauer hängt vom Säuregehalt der eingesetzten Silagen, der Reinigungsintensität und mechanischen Beanspruchung ab. F+G empfiehlt eine jährliche Sichtinspektion und ggf. kleinflächige Reparaturen.
Eignet sich die Beschichtung auch für den Güllebereich unter dem Futtertisch?
Für Bereiche mit regelmäßigem Güllefall oder Abwasserablauf empfehlen wir ein WHG-konformes Beschichtungssystem mit höherer Chemikalienbeständigkeit. F+G wählt für jeden Bereich das technisch und wirtschaftlich optimale System. ✆ Unsicher, welches System passt? Rufen Sie uns an: +49(0)5151-604 9991.
Müssen Fugen extra abgedichtet werden?
Ja – Fugen sind die häufigste Eintrittsstelle für Säure und Feuchtigkeit unter eine Bodenbeschichtung. F+G dichtet alle Dehnungsfugen und Wandanschlüsse standardmäßig mit dauerflexiblen Fugenmassen ab – das ist Bestandteil unseres Leistungsumfangs.